Von Herz zu Herz bei der BZE AG
2025 fanden bei der BZE AG neben zahlreichen Freiwilligeneinsätzen von Einzelpersonen, Freiwilligen-Gruppen und -Vereinen, die sich seit Jahren für die Bewohnenden der BZE AG verdient machen, Einsätze im Bereich «Corporate Volunteering», dem betrieblichen Freiwilligen-Engagement statt. Ein Thema, das bei der BZE AG neu ist. Drei Einsätze von Firmen zeigen, wie die Nachfrage in eine Win-Win-Situation überführt werden kann. Und wie die Kooperation mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) Brücken schlägt zum Wohle der Ältesten.
Ein globaler Vermögensverwalter besuchte die BZE AG im Rahmen seiner jährlichen «Give-Back-Days», 14 Lernende der Hostettler Group verbrachten einen Spielnachmittag im Emmenfeld Betagtenzentrum, nachdem sie zusammen mit dem Roten Kreuz auf spielerische und informative Weise das Thema Alter näher beleuchtet haben. Und die Opella Healthcare Switzerland AG besuchte das Alp Betagtenzentrum für einen vorweihnachtlichen Kreativnachmittag im Rahmen ihres jährlichen Sozialeinsatzes. Unternehmen wollen ihren Mitarbeitenden etwas mitgeben, ihren Arbeitsalltag mit einem Perspektivenwechsel bereichern. Einige der Einsätze vermittelte das SRK; eine neue Kooperation im Aufbau, die Vielversprechendes bedeuten könnte.
Vorweihnachtlicher Freiwilligen-Einsatz
Frau F., Bewohnerin im Alp Betagtenzentrum strahlt über das ganze Gesicht, als sie am Freitag gegen 16.30 Uhr den Saal verlässt: «Das war jetzt wirklich etwas «Härziges», wir konnten richtig gut reden – ein schöner Austausch.» Das vorweihnachtliche «Corporate Volunteering» Mitte Dezember mit der Opella Healthcare Switzerland AG ist ein voller Erfolg. 17 Bewohnerinnen und Bewohner trafen an diesem Nachmittag auf 17 Mitarbeitende des Consumer-Healthcare-Anbieters. In Eins-zu-Eins-Betreuung wurde Schmuck für den Weihnachtsbaum gestaltet. Es wurden Lebkuchen und Mandarinen geschmaust; die Unterhaltungen liefen rege. Via Internetrecherche kam die Organisatorin Aline Fuchs zum SRK-Angebot «Corporate Volunteering». «Wir machen jedes Jahr einen freiwilligen Einsatz, der Mensch oder Umwelt zu Gute kommt. Das ist in unserer Unternehmenskultur verankert», so Fuchs. Nach einem feinen Mittagessen im Restaurant Alpissimo stimmte Evelyn Lieberherr, Teamleiterin Aktivierung und Alltagsgestaltung bei der BZE AG, die Gruppe auf den Einsatz ein. «Es war einfach toll, wie Frau Lieberherr unsere Mitarbeitenden auf das langsamere Tempo einstellte», bemerkt Fuchs. «Es war alles sehr gut organisiert, der Empfang unglaublich freundlich», ergänzt die Spezialistin für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Brigitte Lütolf, Organisatorin und Aktivierungsfachfrau bei der BZE AG erzählt: «Die Freiwilligen hatten keine Berührungsängste und haben sich richtig reingekniet. Es war wirklich schön, wie gut der Beziehungsaufbau geklappt hat.» Lustige Sprüche von Bewohnern brachten die Freiwilligen zum Lachen. «Von Herz zu Herz» konnten Sprachbarrieren oder eingeschränkte Kommunikationsfähigkeiten überwunden werden. Ein schöner Vorweihnachtsnachmittag für Bewohnende und Freiwillige.
Frühlingsspass mit Lernenden
Für 14 Lernende der Hostettler Group in Sursee ging es am 1. Mai 2025 für einmal nicht um Motorfahrzeuge, Fahrräder oder mechanische, logistische und kaufmännische Aufgaben. Die angehenden Berufsleute tauchten für einen Tag in die Welt des SRK ein, lernten mehr über den Umgang mit älteren Menschen im Alterszentrum und konnten das Gelernte beim Freiwilligeneinsatz direkt in die Praxis umsetzen. Sie erhielten den Auftrag, die Bewohnerinnen und Bewohner auf ihren Abteilungen abzuholen und zum Nachmittagsprogramm zu begleiten. Zum ersten Mal einen Rollstuhl schieben, den Rollator arretieren und einer anderen Person gleichzeitig die Türe aufhalten. Erste ungewohnte Herausforderungen, bevor es zu Spiel und Spass unter dem lauschigen Schattendach im Garten des Emmenfeld Betagtenzentrums ging. Die Kommunikation fand auf Augenhöhe statt, Brücken wurden geschlagen. Das charmante Servieren des Frühlingsdrinks, des feinen Kuchens oder des erfrischenden Glacés zauberte den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Lächeln ins Gesicht. Alle waren sich einig: An diesem Nachmittag wurde das gegenseitige Verständnis gefördert, Geschichten aus der Vergangenheit wurden wieder lebendig, es wurde viel gelacht und gestaunt. Es zeigte sich, dass das Miteinander der Generationen etwas Selbstverständliches ist, wenn man etwas Mut und das Interesse hat, sich darauf einzulassen. Karin Brun-Lütolf, Bereichsleiterin Kommunikation, Marketing und Fundraising beim SRK schätzt die Kooperation mit der BZE AG: «Es ist gar nicht so einfach, geeignete Projekte zu finden, wohin man Freiwilligengruppen für einmalige, kurzfristige Einsätze vermitteln kann. Umso besser, kann man auf Partnerschaften zurückgreifen, bei denen man weiss, dass die Werte übereinstimmen und die Organisation gut läuft.»
In der Entstehung: «Klasse statt Masse»
Das Aktivierungsteam und das SRK sind sich einig: Das «Corporate Volunteering» kann unter gewissen Voraussetzungen für alle ein Gewinn sein. «Im Moment schauen wir, wie sich das Corporate Volunteering-Angebot entwickeln wird. Es richtet sich nach den Bedürfnissen der Unternehmen und ist am Entstehen», so Brun-Lütolf. Lieberherr ist es wichtig, dass die Qualität der Einsätze stimmt; also «Klasse statt Masse» der Tenor bleibt. «Man muss schauen, dass alle Freiwilligen eine Aufgabe haben, die Bewohnenden aber nicht überfordert werden. Es braucht Struktur und Organisation ohne, dass man das Entstehen von Beziehung unterbindet. Zudem muss auch der Aktivität Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei einem Rollstuhl-Spaziergang beispielsweise kann man sich nicht anschauen, was ein Gespräch erschwert. Da muss man sich Gedanken machen. Alle sollen ja einen Gewinn aus dem Einsatz ziehen.» Für 2026 sind bereits wieder Freiwilligen-Einsätze von Firmen geplant, ganz nach dem Gedanken: Die Begegnung unterschiedlicher Welten birgt auch grosse Chancen.
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