Hildegard Schnider ist 86 Jahre jung. Sie lebt im Emmenfeld Betagtenzentrum und geniesst ihren Lebensabend in vollen Zügen. Besonders schätzt sie die vielen Angebote der Aktivierung und Alltagsgestaltung vor Ort. Auch für ungewöhnliche Aktionen ist sie aber zu haben – etwa für einen Videodreh für die neuen Jobinserate der BZE AG.
Im Alp und Emmenfeld Betagtenzentrum werden täglich rund 320 Bewohnerinnen und Bewohner betreut, gepflegt, verköstigt und umsorgt. Rund 480 Mitarbeitende engagieren sich dafür mit grossem Einsatz. Man stellt sich in der Regel Pflegemitarbeitende oder Hotellerie-Personal vor. Manchmal gibt es aber auch ganz andere Situationen. Denn, die einen arbeiten da, wo Menschen leben. Die anderen leben dort, wo jene arbeiten. Das schafft Nähe, Begegnung und manchmal auch überraschende Einblicke.
«Einfühlsam, lieb und mit allen Schikanen»
Ende März steht im Emmenfeld Betagtenzentrum ein besonderer Termin an: Eine kleine Filmcrew ist vor Ort, um gemeinsam mit der Unternehmenskommunikation der BZE AG einen Recruiting-Film für die Hotellerie in der Pflege zu drehen. Mit dabei als Statistin: Frau Schnider. Seit rund einem Jahr lebt sie im vierten Stock des Betagtenzentrums und fühlt sich rundum wohl. «Ich habe schon manches Mal am Abend geweint, weil es so gut und schön ist hier», erzählt sie. Besonders das Frühstück hat es ihr angetan: «Jeden Tag liegt ein Blümchen da oder ein lieber Spruch auf der Tablettunterlage – manchmal sogar eine kleine Zeichnung. Das ist einfach so herzlich.» Als Mutter von drei Kindern waren Ferien früher oft unerschwinglich. Umso mehr geniesst sie heute die Fürsorge und die kleinen Aufmerksamkeiten des Alltags. Sie nimmt an fast allen Angeboten der Aktivierungs- und Alltagsgestaltung teil und freut sich, regelmässig Neues zu lernen. Vom Personal schwärmt sie regelrecht: «Sie sind alle so lieb und einfühlsam – einfach gutes Personal.» Das Kompliment ist echt, die Reaktionen der Mitarbeiterinnen ebenfalls. Die gegenseitige Wertschätzung ist spürbar – und zeigt sich während des gesamten Drehs.
Ein Dreh mit Heiterkeit
Geduldig lässt sich Frau Schnider das Mikrofon anstecken und fragt neugierig nach ihren nächsten Anweisungen. Für mehrere Einstellungen hebt sie dreimal ein Suppenschälchen an die Lippen – auch wenn es leer ist. Dabei sorgt sie mit ihrem Humor für heitere Momente und bringt die Mitarbeiterin, die im Mittelpunkt des Films steht, immer wieder zum Lachen. Auch die ein oder andere Anekdote gibt die ältere Dame zum Besten und geniesst die Aufmerksamkeit.
Begegnungen, die bleiben
Die Dreharbeiten im Speisesaal dauern zwei Stunden und sind für alle Beteiligten etwas Besonderes. Für Frau Schnider, die Filmcrew, die Mitarbeitenden und die Unternehmenskommunikation entsteht in dieser kurzen Zeit etwas Verbindendes. Denn überall dort, wo Menschen einander begegnen, entsteht mehr als nur ein Moment: Es entsteht Austausch, Verständnis und Beziehung. Frau Schnider wird durch ihren Auftritt Teil der Öffentlichkeit, die jungen Filmschaffenden sammeln Erfahrungen im Kontakt mit einer älteren Generation, und die Mitarbeitenden erleben einmal mehr, wie wertvoll ihre tägliche Arbeit ist.
Und am Ende bleibt vor allem eines: die Gewissheit, dass Frau Schnider am richtigen Ort ist – gut umsorgt, wertgeschätzt und auch im hohen Alter mit Freude mitten im Leben.
Bald ist der Rekrutierungsfilm mit Frau Schnider bereit. Wer jetzt schon auf unsere Karriereseite vorbeischauen möchte: Hier geht's lang.